Die sensible Phase: Warum jetzt so viel passiert
Welpen durchlaufen in ihren ersten Lebenswochen und -monaten eine besonders prägende Zeit. Grob gesagt reicht diese sogenannte Sozialisierungsphase bis etwa zur 12. bis 16. Lebenswoche. Was Ihr Hund in dieser Zeit mit guten Gefühlen kennenlernt, nimmt er später meist als „normal“ wahr: andere Hunde, fremde Menschen, Kinder, Autos, Treppen, Staubsauger.
Wichtig ist dabei nicht die Menge, sondern die Qualität der Erfahrungen. Ein Welpe, der von Reiz zu Reiz geschleppt wird, lernt vor allem eines: dass die Welt anstrengend ist. Besser sind kleine, ruhige Begegnungen, nach denen er sich wieder zurückziehen kann.
- Lassen Sie Ihren Welpen neue Dinge aus sicherer Distanz beobachten.
- Belohnen Sie Neugier und entspanntes Verhalten – mit Futter, Stimme oder Spiel.
- Beenden Sie eine Situation, bevor Ihr Welpe überfordert ist.
Ruhe ist Training
Viele frischgebackene Hundehalter unterschätzen, wie viel Schlaf ein Welpe braucht: Rund 18 bis 20 Stunden am Tag sind völlig normal. Im Schlaf verarbeitet Ihr Hund das Erlebte. Ein übermüdeter Welpe dagegen wird oft wild, zwickt vermehrt und kommt schwer zur Ruhe.
Richten Sie Ihrem Welpen einen festen, ruhigen Rückzugsort ein und sorgen Sie dafür, dass er dort auch wirklich ungestört ist – gerade wenn Kinder im Haushalt leben.
Stubenreinheit ohne Stress
Stubenreinheit ist vor allem eine Frage von Timing und Aufmerksamkeit. Bringen Sie Ihren Welpen regelmäßig nach draußen – besonders:
- direkt nach dem Aufwachen,
- nach dem Fressen,
- nach dem Spielen oder aufregenden Momenten.
Erledigt er sein Geschäft draußen, loben Sie ruhig und freundlich. Passiert drinnen ein Missgeschick, wischen Sie es kommentarlos weg – Schimpfen führt nur dazu, dass Ihr Hund sich künftig heimlich löst.
Zwicken, Kauen, Beißhemmung
Welpen erkunden die Welt mit dem Maul. Das ist normal – trotzdem soll Ihr Hund lernen, vorsichtig mit Menschenhaut umzugehen. Wird das Spiel zu grob, unterbrechen Sie es ruhig und bieten Sie etwas an, auf dem er kauen darf. Häufiges Zwicken ist übrigens oft ein Zeichen von Müdigkeit: Dann hilft eine Ruhepause mehr als jede Übung.
Alleinbleiben in kleinen Schritten
Alleinbleiben muss ein Hund lernen. Beginnen Sie mit wenigen Sekunden, in denen Sie den Raum verlassen, und steigern Sie die Zeit langsam. Kommen Sie zurück, bevor Ihr Welpe unruhig wird. So lernt er: Mein Mensch geht – und kommt wieder.
Warum eine Welpengruppe sinnvoll ist
Kontakte zu anderen Hunden sind für Welpen enorm wichtig, aber nicht jede Hundebegegnung ist eine gute. In einer betreuten Welpengruppe achten erfahrene Trainer:innen darauf, dass das Spiel fair bleibt, schüchterne Welpen nicht untergehen und Draufgänger lernen, Rücksicht zu nehmen. Sie selbst lernen dabei, die Körpersprache Ihres Hundes zu lesen.
Sprechen Sie vor dem ersten Gruppentreffen mit Ihrem Tierarzt, ob der Impfschutz Ihres Welpen ausreicht.
Unsere Welpengruppe trifft sich in Mettmann. Alle Infos finden Sie auf der Seite Welpen – oder Sie rufen direkt das Welpen-Telefon an: 0174 9333486.